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sdo2399
05.03.15 20:59  Dänische Krone, indische Notenbank, EZB und QE-Lancierung
Dänische Krone - Im Fokus der Spekulanten
Bereits seit mehreren Wochen prägen starke Käufe das Bild am Währungsmarkt rund um die Dänische Krone. Dabei ist die landeseigende Zentralbank bemüht die heimische Währung innerhalb der Bandbreite der Euro-Anbindung zu halten. Gegenwärtig sprechen die ökonomischen Rahmenbedingungen, wie jüngst von der OECD bestätigt, für eine gesunde dänische Volkswirtschaft, dennoch rechtfertigen diese den starken Aufwertungsdruck in keiner Weise.
Der Notenbankchef Rohde hat, neben der Ankündigung, das Wechselkursregime mit allen ihm zur Verfügung stehenden geldpolitischen Mitteln zu verteidigen, einiges aus seinem Arsenal bereits abgefeuert. Seit Wochen werden beispielsweise die Währungsreserven des Landes auf ein Rekordhoch hochgefahren.
Auch ist der Einlagensatz angepasst worden und liegt nun bei minus 0,75 Prozent. Ob die Maßnahmen ausreichend sind, um die in Kronen denominierten Aktiva der Hedgefonds noch ein wenig unattraktiver zu gestalten, dies dürften die kommenden Wochen sehr spannend demonstrieren. Laut einer Bloomberg-Quelle hat der Druck auf die dänische Währung an Impuls verloren, dennoch ruft die jüngste Vergangenheit das Bild der SNB und des Schweizer Franken in Erinnerung.
Staatsanleihen der Eurozone - Lehrreiche Übertreibungen
Einiges haben uns, neben der Entwicklung bei den Aktienmärkten, die niedrig rentierenden, vermeintlich sicheren Staatsanleihen aus der Eurozone bereits gelehrt: Übertreibungen an den globalen Finazplätzen sind mittlerweile zur Gewohnheit geworden. Die Flucht in den bis jetzt noch sicheren Hafen ist nicht zuletzt durch die Währungsturbulenzen der Emerging Markets ausgelöst worden.
Die darauf folgende schwächelnde globale Konjunkturentwicklung hat diese Flucht synergetisch mit der Ukraine-Krise weiter verschärft. Die extrem expansive EZB-Politik wird, zumindest statistisch kaschiert, den wirtschaftlichen Aufschwung im gemeinsamen europäischen Währungsraum weiter anschieben und die institutionellen Anleger auch weiterhin in die Euroanleihen hineinmanövrieren.
Zwar gibt es ab und zu kleine Dämpfer, wie bei der letzten Ausgabe von griechischen Geldmarktpapieren. Ein Volumen von rund 1,1375 Milliarden Euro, dazu eine Laufzeit von 26 Wochen, die erhoffte starke Überzeichnung blieb jedoch aus.
Dieser Marktkommentar stellt ein Exzerpt aus dem Smartest Finance Market Snapshot dar. Den kompletten Bericht sowie weitere Publikationen können Sie in unserem Wirtschaftsblog sichten.
Herzliche Grüße, alles Gute!
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